Die evanglische Kirche aus Prüm in der Eifel hat eine bewegende Geschichte hinter sich. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Protestanten aus dem Bereich des Erzbistums Trier immer wieder vertrieben. Die Gemeinde wurde erst 1892 mit 19 Gemeindegliedern gegründet und ist mit 750 km2 eine der flächenmäßig größten Gemeinden Deutschlands. Ihre besondere Situation ergibt sich – wie die der anderen Eifelgemeinden – aus der Diasporasituation heraus.

Die Eifel wurde lange Zeit vom Bischofssitz Trier aus dominiert. Evangelische sind zumeist zugereist. Die ersten Anfänge gehen auf Preußische Beamte zurück, die hierher versetzt worden sind. Einen starken Zuwachs bekam die Gemeinde nach dem 2. Weltkrieg durch die Flüchtlingsströme aus Ostpreußen und Pommern. Viele Gemeindeglieder haben aber auch rheinische Wurzeln. Nur wenige Evangelische sind hier geboren.